. .. aerial .. care .. traces ; ONTOPOLY . ..
September - November 2026 / Falckensteinstraße 6, 10997 Berlin Kreuzberg
Ein Projekt über das Individuum, Datenorganisation und Verantwortung für die Natur. Der künstlerische Ansatz als Untersuchung des Seins und dessen Beitrag zu einem polyphonen Gewebe. Von Rousseaus „Individuum“ über Rortys und Mbembe Kulturbefragungen bis hin zur heutigen „Präsenz“, tick-Sein, talk-Schein!
A project exploring the individual, the organisation of data and responsibility towards nature. The artistic approach as an exploration of being and its contribution to a polyphonic whole. From Rousseau’s ‘individual’ through Rorty’s and Mbembe’s cultural investigations to today’s ‘presence’, tick-being-talk-pale!︎︎︎ Hier gehts direkt zum Programm

/ ENGLISH BELOW /
Unter freiem Himmel,
– auf dem Dach des Bungalows der Begegnungsstätte Falcke 6 in Kreuzberg, präsentiert Flux I bell sTRUcTURs e.V. Berlin ein beseeltes und dynamisches Ausstellungsprojekt.
Nach Projekten wie „On Egoism“ (Egozentrismus, Empathiemangel), „Mäandern:::meander“ (Sensibilität), „Human Sediments, drift Up“ (Unterbewusstsein, Trauma, Freude) und Sara Rajaeis „Body Atlas“ war es an der Zeit, die Ontologie zu beleuchten, d.H. von „Subjekt, Datenorganisation, Verantwortung zur Natur“ über „In-der-Welt-Sein, Autopoiesis als konstruktive Kraft“ bis hin zu „TikSein-TokSchein“. Gedanklich begleitete uns zunächst Rortys „Culture Without a Centre“ (Kapitel III, „Heidegger/Kundera/Dickens“ + IV „Analysis of Derrida’s Concept of Differance/Traces“). Wir finden die Suche nach Abweichungen, Brüchen und Entkopplungen in Poesie und Literatur, verbunden mit einem Bekenntnis zur Natur, zu übersehenen Erzählungen und die Integration des mir bis dahin Unbekannten. Pflichtlektüre für das zweitägige Projektvorbereitungstreffen waren Achille Mbembes „Earthly Community“ und Frank Raddatz’ Essay „Latours Testament“. Mbembes Publikation befasst sich mit der Verantwortung gegenüber dem Planeten. Er verbindet das atmende Wesen (Natur, Tiere, Menschen) mit dem nicht atmenden Körper, also der Technologie. Mit dieser Lektüre als Leitfaden konnten wir – selbst Träger eines „gewichteten Lebens“ (des Anthropozäns) – uns mit der Frage auseinandersetzen: Wie lassen sich die Spuren der Zeit auf „leichte“ Weise in die Zukunft tragen? Die Künstlerkonferenz führte zu den Fragen: Aus welcher Position heraus bringen wir unsere Bedürfnisse zum Tragen, und in welchem Verhältnis stehen diese zu den natürlichen Ressourcen? Wir sprachen über den Klimawandel, das Projekt soll aber auch Freude, Humor und Spott als Energiequellen miteinbeziehen. Die Künstler betonten, dass der Fokus auf Regeneration, Zyklizität und Lebensdauer liegen soll…
Ein reflektiertes Leben bildet die Grundlage für Zukunftsvisionen und unterstützt eine Mentalitätsveränderung. Die Teilnehmer*innen sinnieren nun (und während des gesamten Projekts) darüber, wie ihre Beiträge das Gefüge aus Natur, Tieren, Menschheit und Technologie am besten stärken können. Das Leben als Prozess: Wir entwickeln ein lebendiges, lese: vitales Gewebe das durch stetige Veränderungen (heran)wächst und Voraussetzungen dafür schafft, dass Besucher ihre Spuren hinterlassen (schmerzhaft, sehnsüchtig, visionär).
Gesellschaftlich wertvolle Beiträge zeichnen sich durch Abweichung, Bruch und Öffnungen, zu dies soll jeder sich Fragen: Was gebe ich? Was teile ich mit anderen? Was erhalte ich im Gegenzug zurück? Die Schaffung eines substantiellen Mehrwerts erfordert daher eine ständige Erneuerung der zugrunde liegenden Bedingungen. Dieses Projekt: eine Herausforderung für uns! Wind und Regen, die Jahreszeiten als Partner, die Fahnen vermitteln eine Vielfalt an Bedeutungen, die sich zu vereinen suchen; das Setting (Konstruktion) und die Moosfläche laden zu Spuren ein; Besucher*innen als Ohrenpfeifer.
Wir präsentieren Werke von Künstler*innen in einem universellen und offenen Kontext. Die kuratorische Pflicht; durch Pluralität neue Verbindungen zu ermöglichen (dabei die Neigung nach Dekorationsnarrativen/Kunst auszuschließen). Ziel ist es, das gesamte Gewebe mit seinen unzähligen, eigenständigen Erzählsträngen einzubinden und zu stärken, um einen substantiellen Beitrag zu leisten. Diese Einbindung garantiert ein vitales Projekt.
Harm Lux, Juni 2026
Kurator/Künstlertreff
April 26 & 27. 2026

Teilnehmende Künstler:innen:
Sophia Berg, DE, Berlin
Saskia Edens, CH, Basel
Sara Rajaei, IR/NL, Filmdirector Rotterdam
Michael(a) Daoud, EG/SY/DE, Berlin
Albrecht Schnider, CH, Hinterfingen
Stephan Groß, DE, Berlin
Bernd Trasberger, DE, Berlin & Robert Hamelijnck, NL, Rotterdam
Mindaugas Gapševičius, LT, Berlin/Weimar
Denis Romanovski, BY & Elin Wikström, SE, Götheborg
Channa Boon, NL, The Hague
Peter Hagdahl, SE, Paris/Stockholm
Dr. Frank Raddatz, DE, Berlin. Theatre of the Anthropocene.
Bob Gramsma, NL/CH, Zürich
Kurator: Harm Lux
Der folgende Text ist keine wörtliche Wiedergabe unserer Gespräche, sondern eine knappe Beschreibung der Atmosphäre, die das Treffen geprägt hat.
Die Suche nach neuen Perspektiven und die Schaffung neuer Bedingungen der Wahrnehmung waren für Georg Baselitz von zentraler Bedeutung. Er „stellte den Körper auf den Kopf“. Sein Ziel war es, zu provozieren und Perspektiven zu verschieben. Neben den Kunstwerken selbst sollte unsere Aufmerksamkeit auch den Dingen gelten, die uns beeinflussen, die unsere Sinne in Anspruch nehmen und mit denen wir arbeiten. Wenn wir unsere Welt betrachten, die sich mit immer größerer Geschwindigkeit bewegt und zugleich nicht abbaubare Abfälle produziert, dann ist es unerlässlich, dies als Aufforderung zu einem Bewusstseinswandel zu verstehen – neue Perspektiven und entsprechendes Handeln sind dringend erforderlich.
Aus welcher sensiblen und reflektierten Haltung heraus bringen wir unsere alltäglichen Wünsche und Bedürfnisse ins Spiel, und wie stehen diese zu den natürlichen Ressourcen? Welche Vorstellungen und Bilder entstehen daraus? Wir haben über das Klima gesprochen – handeln wir auch entsprechend? Die Frage, wodurch Freude entsteht (getragen von Sensibilität und Reflexion), sollte stets mitgedacht und in den kreativen Raum eingebracht werden. Wir haben diskutiert und betont, dass unser Fokus auf Regeneration, Kreisläufen und der Lebensdauer liegen muss.
Mit anderen Worten: Durch welche Tätigkeiten erhält mein sehr kurzes Leben einen sinnvollen Wert – durch Verantwortung und vor allem durch Fürsorge für alle, insbesondere für die Verletzlichsten? Ein wertvolles „Ja“ stärkt uns und lässt uns in voller Blüte stehen. Diese Blüte – die Freude und die Fürsorge – belebt mein Inneres und vermittelt ein Gefühl von Lebendigkeit nach außen, zu anderen Wesen und Entitäten, seien sie natürlicher oder abstrakter Art. Saskia Edens erinnerte uns dabei an die Inschriften und Spuren in den Höhlen von Fontainebleau.
Unser Wissen, unsere Erfahrungen und unsere Sensibilität werden erst dann produktiv, wenn diese Trias reflektiert wird. Erst dadurch kann sie zur Grundlage für die Entwicklung einer Vision werden – oder anders gesagt: einer Imagination, eines Zukunftsbildes. Imagination ist immer Teil der Zukunft; sie ist immer ein Prozess. Sie ist Leben im Entstehen – Handlungen und Werke, die sich nicht gegen andere richten, sondern sich bewusst sind, dass die eigene Existenz nur durch Integration, Verbundenheit und Geben gedeihen kann. Während der Produktionsphase unseres Projekts sollte jede*r von uns darüber nachdenken, wie der eigene Beitrag das Gefüge – Natur, Pflanzen, Tiere, Menschheit und Technologie – am besten stärkt. Da Leben ein Prozess ist, spricht vieles dafür, prozessorientierte Beiträge zu schaffen: offene Arbeiten, die sich als „Spuren hinterlassen“ verstehen lassen.
Unsere Kultur befindet sich auf einem guten Weg, wenn wir das beiseitelassen, was nach „tiefgründiger Bedeutung“ verlangt, und dem Diskurs mit Humor (und Reflexion) begegnen. Anders gesagt: Wir sollten uns zunehmend in dem wiedererkennen, was Spuren hinterlässt. Neue, leichte Spuren zu hinterlassen ist ein guter Leitgedanke. Andere können diese aufnehmen und weitertragen oder sie auch völlig übersehen – auch das ist in Ordnung. Denn das Hinterlassen von Spuren widersetzt sich festen Vorgaben und vorgegebenen Regeln.
Im Idealfall verbinden sich in diesem aktiven Prozess Kontemplation und Leichtigkeit – das Luftige – zu einem Geist (Spiritus), der die Spuren über längere Zeit beseelt. Seine Gültigkeit entsteht nicht durch den Zwang eines Geltungsanspruchs, sondern aus sich selbst heraus. Präsenz und Engagement – verstanden als Austausch und Fürsorge – sind für uns ausreichend.
Soweit die künstlerischen Gedanken während dieser zweitägigen Konferenz.
Harm Lux, 4. Mai 2026
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ON ONTOLOGY to .. aerial .. care.. traces; ONTOPOLY
September - November 2026 / Falckensteinstraße 6, 10997 Berlin Kreuzberg
Ein Projekt über das Individuum, Datenorganisation und Verantwortung für die Natur. Der künstlerische Ansatz als Untersuchung des Seins. Ausgehend von Rousseaus „Individuum“ über Heideggers „Dasein“ bis hin zur heutigen „Präsenz“, tick-tock, tick-Sense!

Das Konzept der Ontologie, der „theory of being“, wurde seit der Moderne durch Martin Heideggers intelligente Ergänzungen geprägt. Er ersetzte die „Was ist“-Fragen durch Fragen nach dem Sinn des Seins, die sich aus dem “eingebundenen Sein” (Dasein) ergeben. Der Soziologe Niklas Luhmann ergänzte dies, indem er betonte, dass alles, was wir sind, lediglich das Ergebnis unserer Wahrnehmungen (Kommunikation) ist. Selbstkreation, lese; Autopoiesis erhält durch den ständigen Austausch mit der Welt Wert und Anerkennung (konstruiert sich selbst). Heideggers und Luhmanns Gedankengänge sind eine Hilfe und Bereicherung für die künstlerische Reflexion. Bereits 1992 hatte Niklas Luhmann eine klare Vorstellung davon, wie sich die Welt entwickeln würde: Der Einfluss der Medien und der „neuen“ Netzwerke würde sich auch gegen die Demokratie und das Kollektiv wenden und zunehmend Eigeninteressen dienen.
Über Generationen hinweg hat die Menschheit viel erreicht. Immer schnellere Prozesse wurden entwickelt, Zeiträume und Entfernungen wurden (bewusst und unbewusst) verkürzt, um die Produktivität zu steigern. Solange die Löhne steigen, akzeptieren die Bürger dies. Aber was, wenn Stürme den Alltag beherrschen, wenn „Flexibilität” und „in ständiger Bewegung” (in continuo motu) zu Voraussetzungen werden? Die ständige „in Entwicklung”- Mentalität (Ausbeutung und Erosion) ist überholt. Welche (prozessartigen) Voraussetzungen dienen dem Mentalitätswandel und kehren das veraltete Wachstumsmodell beiseite? Begleitende Konnotationen eines erneuerten Freiheitsbegriffs sind aktive Teilhabe (partizipatorischer Ansatz) und Offenheit statt Isolation. Diese schärfen das Bewusstsein und unterstützen so die gewünschten neuen Formen der Empathie, was wiederum die Solidarität stärkt.
Im Rahmen des Projekts werden wir vor allem aus künstlerischer Perspektive untersuchen, wie künstlerische Haltungen, Methodiken, Arbeitsweisen und Prozesse neu belebt werden können. Dabei werden wir den Einfluss der Welt (die Entkopplung des Raums von einer Kultur, die Verbindung mit vielen anderen, globale Rituale, die zunehmend lokale Rituale ersetzen, virtuelle Illusionen, die in der Realität existieren) und des Planeten nicht aus den Augen verlieren, zu denken an: unsere Sauerstoffreduktion! Wie antizipiert künstlerische Kreativität diesen Schwebezustand? Wie unterstützen zeitgenössische künstlerische Werke neue Formen der Empathie?
Das ONTOLOGY PROJEKT verbindet das klassische ontologische Subjekt (mit seinen Ideen und Handlungen von Freiheit, Empathie und Kontingenz) mit der ontologischen Welt der Daten, d. h. der Einbettung in ein Computersystem, das schnell Ordnung schafft. Das Projekt ist offen, auf allen Ebenen unvollendet, ein im Raum schwebendes Gewebe, das sich um die Unterthemen erzählen – zählen, entspannen – anspannen, Freiraum – Raum, Empathie – virtuelle Fußabdrücke, Kontingenz – Berechenbarkeit, Verschmelzung dreht, .. dies alles zusammen! Das Projekt regt an, wie offene Gedanken und Sensibilitäten, unsere Lebens- und Sichtweisen mit binären Terminologien aufgehen können, um ein Zustand der Balance herzustellen. Es ist die Suche danach, wie sich das Subjekt in den Ontologien unserer Zeit einnistet, sie verbindet und verschmilzt, während es gleichzeitig erkennt, wie die Datenontologie uns zwingt, die klassischen Formen von Freiheit, Kontingenz und Empathie völlig neu zu überdenken.
In diesem Projekt möchten wir in Berlin lebende und internationale Künstler dazu einladen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Sie sollen nicht sofort greifbare, fantasievolle, surreale, fiktionale und utopische Kunstwerke schaffen, die alle zusammen in Form einer Gruppenausstellung (Themenprojekt) präsentiert werden. Wir verbinden die geschichtliche Entwicklung mit der Aktualität und der Zukunft und gehen dabei stets der Frage nach der gewünschten Mentalitätsveränderung nach.
Am Ende dieses Textes sollte nicht unerwähnt bleiben, dass individuelle künstlerische Haltungen fast immer auf das abzielen, was nicht unmittelbar logisch erscheint. Man sucht und forscht, wirft einen Blick auf das, was unmittelbar kulturell wertlos erscheint. Bei der künstlerischen Umsetzung erkennen wir, dass Künstler die „Kinder” unserer Zeit sind.
Sie genießen die Freiheit, freuen sich darüber und verschieben Grenzen! Sie widmen sich ganz einem Prozess, der zunächst langsam an Gültigkeit gewinnt und dann im Austausch mit anderen zu kulturellem Wert wird. Künstlerische Welten haben sich immer parallel zur realen Welt entwickelt, sprich: zur wissenschaftlichen Forschung, zu wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen – nur dass sie diese Prozesse auf künstlerische Weise visualisieren!
Harm Lux, Januar/Februar 2026
ENGLISH
.. aerial ..care .. traces; ONTOPOLY
September – November 2026
Falckensteinstraße 6, 10997 Berlin-Kreuzberg
Under the Open Sky
On the rooftop of the bungalow at the Falckensteinstraße 6 Community Centre in Kreuzberg, Flux I bell sTRUcTURs e.V. Berlin presents a vibrant and animated exhibition project.
Following projects such as On Egoism (egocentrism, lack of empathy), Mäandern:::meander (sensitivity), Human Sediments, Drift Up (subconscious, trauma, joy), and Sara Rajaei's Body Atlas, the time had come to explore ontology. Our investigation ranges from the subject, data organisation, and responsibility towards nature to Being-in-the-World, autopoiesis as a constructive force, and finally TikBeing–TokAppearance.
Our first conceptual companion was Richard Rorty's Culture Without a Centre (Chapter III: Heidegger / Kundera / Dickens and Chapter IV: Analysis of Derrida's Concept of Différance / Traces). We find the search for deviation, rupture and decoupling in poetry and literature, combined with a commitment to nature, overlooked narratives, and the integration of what had previously remained unknown to us.
Required reading for our two-day project preparation meeting included Achille Mbembe's Earthly Community and Frank Raddatz's essay Latour's Testament. Mbembe's publication addresses our responsibility towards the planet by connecting breathing beings — nature, animals and humans — with the non-breathing body of technology.
Guided by these texts, we confronted ourselves — as carriers of a "weighted life" in the Anthropocene — with the question:
How can the traces of our time be carried into the future in a "light" way?
The artists' conference led us to further questions:
From which position do we articulate our needs, and how do these relate to natural resources?
We spoke about climate change, but agreed that the project should also embrace joy, humour and satire as vital sources of energy. The participating artists emphasized that our focus should rest on regeneration, cyclicality and lifespan.
A reflective life forms the basis for visions of the future and supports a change of mentality. Throughout the project, all participants are invited to reflect continuously on how their individual contributions can best strengthen the interconnected fabric of nature, animals, humanity and technology.
Life is understood as a process.
We seek to develop a living—indeed vital—fabric that continues to grow through constant transformation, creating the conditions for visitors to leave their own traces: painful, longing, visionary.
Socially valuable contributions emerge through deviation, rupture and openness. Each participant is invited to ask: What do I give? What do I share with others? What do I receive in return?
Creating substantial added value therefore requires a continuous renewal of the conditions upon which it is built.
This project is a challenge for all of us.
Wind and rain become collaborators; the seasons become partners. The flags communicate multiple meanings that seek to unite. The architectural setting together with the moss-covered rooftop invites the making of traces, while visitors themselves become attentive listeners and witnesses.
We present works by artists within a universal and open context.
The curator's responsibility is to enable new connections through plurality while avoiding merely decorative narratives.
Our goal is to strengthen the entire fabric with its countless independent narratives and thereby make a substantial contribution.
It is precisely this interconnectedness that ensures the vitality of the project.
Harm Lux
Curatorial Meeting / Artists' Gathering
April 26–27, 2026
Participating Artists
Sophia Berg (DE, Berlin)
Saskia Edens (CH, Basel)
Sara Rajaei (IR/NL, Rotterdam)
Michael(a) Daoud (EG/SY/DE, Berlin)
Albrecht Schnider (CH, Hinterfingen)
Stephan Gross (DE, Berlin)
Bernd Trasberger (DE, Berlin) & Robert Hamelijnck (NL, Rotterdam)
Mindaugas Gapševičius (LT, Berlin / Weimar)
Denis Romanovski (BY) & Elin Wikström (SE, Gothenburg)
Channa Boon (NL, The Hague)
Peter Hagdahl (SE, Paris / Stockholm)
Dr. Frank Raddatz (DE, Berlin), Theatre of the Anthropocene
Bob Gramsma (NL/CH, Zurich)
Curator: Harm Lux
The following text is not a literal transcript of our discussions, but rather a concise description of the atmosphere that shaped our meeting.
The search for new perspectives and the creation of new conditions for perception were of central importance to Georg Baselitz. He famously "turned the body upside down." His aim was to provoke and shift perspectives.
Alongside the artworks themselves, our attention should also be directed towards those things that influence us, occupy our senses and become part of our working process.
When we observe a world that moves ever faster while continuously producing non-degradable waste, it becomes essential to understand this as a call for a change in mentality. New perspectives—and corresponding actions—are urgently needed.
From which sensitive and reflective position do we bring our everyday desires and needs into play? How do these relate to natural resources? What kinds of images and imaginations emerge from this relationship?
We spoke about climate—but do we also act accordingly?
The question of what generates joy—grounded in sensitivity and reflection—should always accompany us and become part of the creative space.
Throughout our discussions we repeatedly emphasized that our focus must remain on regeneration, cyclicality and lifespan.
In other words:
Through which activities does my very short life acquire meaningful value?
Through responsibility—and above all through care for everyone, especially for the most vulnerable.
A meaningful "Yes" strengthens us and allows us to flourish.
This flourishing—joy combined with care—animates our inner being and radiates vitality towards others, whether natural or abstract entities.
Saskia Edens reminded us of the inscriptions and traces found in the caves of Fontainebleau.
Our knowledge, our experiences and our sensitivity only become productive when this triad is consciously reflected upon. Only then can it serve as the foundation for developing a vision—or, in other words, an imagination, an image of the future.
Imagination is always part of the future; it is always a process.
It is life in the making—actions and works that do not position themselves against others but are aware that their own existence can only flourish through integration, connectedness and giving.
During the production phase of our project, each of us should reflect on how our individual contribution can best strengthen the larger fabric—nature, plants, animals, humanity and technology.
Since life itself is a process, there is much to be said for creating process-oriented contributions: open works that can be understood as leaving traces.
Our culture is on the right path when we put aside the demand for "profound meaning" and approach discourse with humour—and reflection.
In other words, we should increasingly recognise ourselves in what leaves traces.
Leaving new, light traces is a valuable guiding principle.
Others may discover them and carry them forward—or overlook them entirely. That, too, is perfectly acceptable. The act of leaving traces resists fixed rules and predetermined guidelines.
Ideally, contemplation and lightness—the airy quality—combine within this active process to give rise to a spirit (Spiritus) that animates these traces over time. Its validity does not arise through the coercion of universal claims, but from its own presence. Presence and engagement—understood as exchange and care—are sufficient for us. These were the artistic reflections that emerged during our two-day conference.
Harm Lux
May 4, 2026
Project Description
ON ONTOLOGY
A project about the individual, data organisation and responsibility towards nature.
The artistic approach is conceived as an investigation of Being.
Beginning with Rousseau's concept of the individual, moving through Heidegger's Being-there (Dasein) and arriving at today's condition of presence—tick-tock, tick-sense.
The concept of ontology—the "theory of being"—has been profoundly shaped in modern philosophy through Martin Heidegger's contributions. He replaced the traditional question of "What is?" with questions concerning the meaning of Being itself, emerging from Being-in-the-World (Dasein).
The sociologist Niklas Luhmann expanded this understanding by arguing that everything we are is ultimately the result of our perceptions and acts of communication. Self-creation—or autopoiesis—gains meaning and recognition through continuous exchange with the world; it constructs itself. The philosophical ideas of Heidegger and Luhmann offer valuable tools for artistic reflection.
Already in 1992, Luhmann foresaw how the world would evolve: the growing influence of media and new communication networks would increasingly distance themselves from democracy and collective responsibility, serving individual interests instead. Across generations humanity has achieved remarkable progress. Processes have become ever faster; time and distance have been shortened—both consciously and unconsciously—in order to maximise productivity.
As long as prosperity increases, society largely accepts this development. But what happens when storms begin to dominate everyday life? When flexibility and being constantly in motion (in continuo motu) become permanent conditions? The mentality of perpetual development—driven by exploitation and erosion—has reached its limits. Which process-oriented conditions are capable of initiating a genuine shift in mentality and replacing outdated models of endless growth?
A renewed understanding of freedom is closely connected to active participation and openness rather than isolation. These qualities sharpen awareness and encourage new forms of empathy, which in turn strengthen solidarity. Within the framework of this project, we primarily explore—through artistic practice—how artistic attitudes, methodologies, working processes and modes of production can be revitalised.
At the same time we remain aware of the influence exerted by our world: the decoupling of place from culture, the growing interconnectedness of societies, global rituals replacing local traditions, and virtual realities that increasingly shape our physical lives. Nor do we lose sight of the planet itself—and the reality of our diminishing oxygen.
How does artistic creativity anticipate this suspended condition?
How can contemporary artistic practices foster new forms of empathy?
The ON ONTOLOGY project connects the classical ontological subject—with its concepts of freedom, empathy and contingency—with today's ontology of data, in which human existence becomes embedded within computational systems that rapidly organise and structure reality.
The project deliberately remains open.
It is unfinished on every level. It is conceived as a fabric suspended in space, woven from interconnected themes such as, telling — counting, relaxing — tensing, openness — space, empathy — virtual footprints, contingency — predictability, fusion— all understood as parts of one larger whole.
The project asks how openness, sensitivity and our ways of living may coexist with binary systems and technological structures in order to establish a new balance.
It investigates how the individual inhabits the ontologies of our time, connects them and merges with them, while simultaneously recognising that the ontology of data forces us to fundamentally rethink classical notions of freedom, contingency and empathy.
Through this project we invite artists living in Berlin as well as international artists to engage with these questions. They are encouraged to create imaginative, surreal, fictional and utopian works that resist immediate interpretation. Together these works will form a thematic group exhibition.
Historical developments are brought into dialogue with the present and with possible futures, always returning to one central question: What kind of change in mentality do we wish to encourage?
Finally, it should be acknowledged that artistic positions almost always seek what does not initially appear logical.
Artists search, investigate and direct their attention towards what may at first seem culturally insignificant.
Through artistic practice we recognise that artists are, in many ways, the children of their own time. They embrace freedom, celebrate it and continually shift boundaries. They devote themselves entirely to processes that first gain significance slowly and only later—through exchange with others—develop cultural value. Artistic worlds have always evolved alongside the real world: alongside scientific research, economic developments, political transformations — yet artists render these processes visible through artistic means.
Harm Lux
February 2026
