Herbst 2025
Sophia trat ihre Residency bei uns an und war damit die erste Gastkünstlerin.
Die unterschiedlichen Residency-Ideen wurden schon am ersten Tag korrigiert, die Arbeitszeit wurde zu einem fortlaufenden Prozess. Sophias Interesse am Bergbau, also das Bloßlegen von Abgrabungen, wurde auf die Wände des Projektraums übertragen. Eine Arbeitsfläche wurde markiert und die darunterliegende Tapete (die ältesten Schichten waren bis zu 115 Jahre alt) wurde bis auf den Backstein (die tragende Mauer) entfernt. Dann wurden neue Monoschichten aufgetragen. Nach mehreren Auftragungen kamen die ersten Landschaftsskizzen und Bilder*, die mit Hilfe von Satelliten aufgenommen wurden.
*Von Orten, an denen früher Minen waren, die wir jetzt mit Erde, Holz etc. füllen, sodass wieder neue fruchtbare Landschaften entstehen, oder aus den Gruben werden kleine Innensee. Am Ende der Residenz war eine lange, schmale, in der Wand eingelassene, grün-blau-bräunliche organisch und fließende Landschaft zu sehen. Nach der darauffolgenden Ausstellung wurde das Werk verschlossen – und das nur, damit die Wand weiterhin der Kunst dienen kann!
Für den Arbeitsprozess siehe die Bilder.
Autumn 2025
Sophia started her residency with us, becoming our first guest artist.
The various ideas for the residency were refined on the very first day, and the working process became an ongoing one. Sophia’s interest in mining—that is, the exposure of excavations—was transferred to the walls of the project space. A working area was marked out and the underlying wallpaper (the oldest layers were up to 115 years old) was stripped back down to the brickwork (the load-bearing wall). Then new layers of mono were applied. After several applications, the first landscape sketches and images* emerged, captured with the aid of satellites.
*Of places where there used to be mines, which we now fill with earth, wood, etc., so that new fertile landscapes emerge and the pits become small inland lakes. At the end of the residency, a long, narrow, green-blue-brownish landscape recessed into the wall was on display. After the subsequent exhibition, the work was sealed off – and that was only so that the wall could continue to serve art!
See the images for the working process.